„Wir bauen eine neue Bank“

Volksbank Husum: Fusion mit der Volksbank Heide

Beide Banken sind gesund und stehen gut da“, war eine der wichtigen Botschaften, die
Vorstand und Aufsichtsratsspitzen der Husumer Volksbank sowie der Raiffeisenbank
Heide auf einer Pressekonferenz verkündeten. Warum sich zwei florierende Unternehmen zusammenschließen, wurde im weiteren Verlauf der Veranstaltung aufgezeigt. Bei ihrem Vorgehen können sich die Vorstände auf eine breite Mehrheit der Gesellschaftervertretungen stützen. 100% in Heide und 98,7% der Vertreterinnen in Husum statteten die Handelnden mit einem eindeutigen Auftrag aus. Die beiden Vorstandsvorsitzenden, Eckhard Rave (Husum) und Bent Nicolaisen (Heide), erläuterten die Situation und das weitere Vorgehen. Beide waren sich einig, dass die Bedingungen auf dem Bankenmarkt für alle schwieriger werden. Minuszinspolitik, Regulatorik durch EZB, die demografische Entwicklung und der Ertragsrückstand im Kerngeschäft waren einige der angesprochenen Punkte. „Das zwingt alle Banken zum Handeln“, erklärte Eckard Rave. Um vernünftig arbeiten zu können, müsse im Kerngeschäft ein Plus gemacht werden und die Kapitalquote solle über 14% liegen, ergänzte Bent Nicolaisen.

Langfristige Partnerschaft
Um langfristig die Handlungsfähigkeit zu sichern, habe man sich nach Partnern umgeschaut. Heraus gekommen ist nun eine Zusammenarbeit über die doch so wichtige Eidergrenze hinweg. „Das könnte daran liegen, dass in Husum ein Dithmarscher und in Heide ein Nordfriese Chef ist“, schmunzelten die beiden. Tatsächlich aber ergänzen sich die beiden Geschäftsmodelle optimal. Beide Banken haben Schwerpunkte im Bereich der regenerativen Energie, im Tourismus sowie der Landwirtschaft und bei Immobilienfinanzierung. Henning Göttsch, Aufsichtsratsvorsitzender in Husum, ergänzte: „Es ist für alle Banken nicht die Frage ob man kooperiert, sondern wie und mit wem.“

Fusion der richtige Schritt
Alle Anwesenden waren sich einig, dass mit der Fusion zur neuen VR Bank Westküste, Husum-Heide, der richtige Schritt getan wurde. Für die Beschäftigten gibt es zudem die Garantie, dass keine betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen werden. Im
Gegenteil erwarten die Verantwortlichen, dass interessante Ausbildungs- und Arbeitsplätze in der Region zur Verfügung gestellt werden können.
Für die Kunden der Husumer Volksbank ändert sich – außer dem neuen Namen
ihrer Bank – nichts. Unsere südlichen Nachbarn dagegen werden sich in naher
Zukunft neue Konto- und IBAN-Nummern merken müssen. (epu)