„Deine Woche“ – ein erlebnisreiches Herbstferienprojekt ist zu Ende

Husum, 28. Oktober 2016

Spielen, lernen, mit der Natur umgehen und mit den eigenen Händen etwas Sinnvolles anfertigen - das haben rund 120 Schulkinder von der ersten bis zur siebten Klasse im Rahmen des Herbstferienprojekts ausgiebig genossen. Mit einem bunten Abschlusstag und integriertem Buffet in der Sporthalle der Ferdinand-Tönnies-Gemeinschaftsschule ging eine Woche Erlebnis und Abenteuer für Kinder, die in den Ferien daheim geblieben sind, zu Ende.
Bei der Aktion handelt es sich um ein von der Husumer Volksbank zunächst auf drei Jahre gefördertes Projekt, das in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk Husum (DW) in die Praxis umgesetzt wird. „Auf Dauer angelegt und nachhaltig“ sei das Projekt, so Sven Jensen, Leiter Vertriebsunterstützung der Volksbank. Aus seiner Warte sei es bedeutsam, dass der Nachwuchs „weg von Wii und Playstation“ und in Kontakt mit vielen anderen aufregenden Dingen komme, die das Leben biete.

Das Diakonische Werk hatte sich wiederum verschiedene Kooperationspartner und weitere Betreuer ins Boot geholt: Mit von der Partie waren unter anderem der Husumer Mädchentreff, eine Ballsportgruppe, die von zwei Schulsozialarbeitern in der Hermann-Tast-Schule (HTS) betreut wurde, sowie die Ballsportgruppe des TSV Husum von 1875. „Fußball, Floorball und viele andere Ballspiele“ seien auf dem Plan gestanden, hieß es. Tennis gab es in Kooperation mit dem Husumer Tennisclub: Jetzt wissen die Lütten genau, was „Rückhand“ und „Vorhand“ ist.
Eine Kindergruppe wurde vom AWO-Jugendtreff in Mildstedt betreut und lernte die Natur kennen, eine andere hat „Waldarbeit“ verrichtet: In einem Waldstück bei Horstedt haben die Kinder die wuchernde Traubenkirsche dezimiert. „Das wurde mit der Horstedter Bürgermeisterin Karen Hansen abgesprochen“, so der begleitende Schulsozialarbeiter der Iven-Agßen-Schule und Klaus-Groth-Schule, Lars Goerke. Mit den gefährlichen Werkzeugen wie Säge und Astschere seien die Kinder umsichtig umgegangen. Eine Schülerin der Ferdinand-Tönnies-Schule und eine „Ehemalige“ haben Kinder in Selbstverteidigung angelernt – und drei Jungs zeigten sogleich, wie man einander im Handumdrehen zu Boden ringen kann.
„Girls only“ haben Jasmin Kniese und Dörte Harring die Mädchen-Selbststärkungsgruppe genannt, die Papier selbst geschöpft und Kordeln gedreht hat sowie Rezepthefte und Kalender gestaltet hat. Mit Kathy Petersen vom DW lernten Kinder, welch wunderbare Geschichten Fotos erzählen können. Sie führte den Nachwuchs behutsam in die Anfänge der Fotografie ein. Im BUND-Garten wurden Mehl gemahlen, Kräutertee und Apfelsaft hergestellt und der „Taschenmesser-Führerschein“ gemacht. Und der Reit- und Pensionsstall „Wiesenhof“ in Horstedt konnte sich kaum vor den vielen Anmeldungen retten.

„Es ist ein noch größeres Angebot an Aktivitäten als im letzten Jahr“, freute sich Inken Voß-Carstensen vom DW, Leiterin der sozialraumorientierten Kinder- und Jugendhilfen. „Es ist eine logistische Meisterleistung, dieses Projekt in seiner Gesamtheit zu organisieren und durchzuführen“, fügte sie hinzu. Die Planungen hatten bereits zu Beginn dieses Jahres angefangen: „Nach dem Projekt ist vor dem Projekt.“ Sie dankte der Volksbank für die finanzielle Unterstützung und den Kooperationspartnern, die viel Zeit, Mühe und Liebe in das Projekt investiert hatten. Besonderes Lob zollte sie Torben Albrecht, Schulsozialarbeiter der Gemeinschaftsschule Husum Nord, und Sandra Grams, Schulsozialarbeiterin der Ferdinand-Tönnies-Schule, die die Hauptlast der Organisation getragen haben. Die beiden ernteten auch besonderen Beifall. Albrecht dankte seinerseits den „Buffet-Erbauern“ der Abschlussveranstaltung und besonders den vielen Sozialpädagogischen Assistenten, die tatkräftig zum Gelingen des großen Ganzen beigetragen haben.
„Eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung“ – angestoßen durch den ehemaligen Schulleiter der Ferdinand-Tönnies-Gemeinschaftsschule, Peter Empen – das ist das Herbstferienprojekt; es seien, so Sven Jensen, „tolle Sachen entstanden“: Auch und besonders im Hinblick auf die Integration: Dabei gewesen sei auch eine „Deutsch-als-Zweitsprache“ (DaZ)-Klasse, so Sandra Grams – das sei Inklusion pur; und wo könnte Integration besser gelingen als im Rahmen eines solchen Ferienprojekts?

Herbstferienprojekt
Um das Herbstferienprojekt für rund 120 Kinder gelingen zu lassen, braucht es einen ganzen Stab von ehrenamtlich und hauptamtlich Mitarbeitenden.